Sparpläne der Regierung
22.05.2026 - Die von der Bundesregierung geplante Gesundheitsreform wird auch an der Zahnmedizin nicht spurlos vorübergehen, dennoch kann man sagen, dass für die meisten Patienten sich die Auswirkungen in Grenzen halten.
Ein starker Einschnitt wird bei der Kieferorthopädie gemacht, wo die Berechtigung zur Abrechung der Kieferorthopädie künftig auf Fachzahnärzte für Kieferorthopädie beschränkt werden soll. "Normale" Zahnärtze dürften dann nur noch privat Kieferorthopädie anbieten. Kinder und Jugendliche in der gesetzlichen Krankenversicherung wären also betroffen. Es sollen auch die Fälle von weniger ausgeprägten Fehlstellungen nicht mehr von der Krankenkasse übernommen werden.
Desweiteren wird jegliche Auszahlung der Kassen an die Zahnärzte streng an die Lohnentwicklung angepasst, was die Einnahmesituation der Praxen verschlechtern wird. Davon wird wohl kaum eine Praxis Pleite gehen aber für künftige ZahnärtztInnen wird es zunehmend unattraktiv, selbst eine Praxis zu führen. Leider müssen sich die Patienten von morgen darauf einstellen, dass es immer weniger Zahnarztpraxen geben wird.